2025 vollständiger Umzug nach Leipzig, Auflösung der Werkstatt in Großröhrsdorf 2023 Eröffnung des Büros in Leipzig 2008 - 2010 postgraduales Masterstudium Denkmalpflege und Stadtentwicklung an der TU Dresden - Fakultät Architektur (Prof. Jürg Sulzer, Dr. Ingrid Scheurmann), Abschluss als Master of Science (M.Sc. Denkmalpflege/ Stadtentwicklung) 2006 - 2009 Initiation und Entwicklung der Datenbankanwendung "dored-Dokumentationssystem für Restauratoren und Denkmalpfleger", Gemeinschaftsprojekt mit duplex GmbH Dresden und IBIGG 1997 Umzug, Wohn- und Arbeitsort in Kleinröhrsdorf (Stadt Großröhrsdorf) seit 1991 freiberufliche Tätigkeit als Restaurator 1988 - 91 Studium Restaurierung von Wandmalerei und Architekturfassungen an der Fachschule Potsdam 1987-88 studienvorbereitendes Praktikum in Weimar: Mitarbeit bei der Restaurierung des Festsaales im Wittumspalais 1983-87 Ausbildung zum Tischler, Abitur, praktische Ausbildung und Arbeit als Drechsler
Porträtfoto von Uwe Rähmer
Von 1997 bis 2025 lag der Wohn- und Unternehmenssitz in einem ehemaligen Bandwebereianwesen in der Nähe von Dresden. Im Fabrikgebäude wurden die Räume im Obergeschoss als Büro- und Atelierräume, der ehemalige Websaal im Erdgeschoss als Werkstattraum genutzt. Dach- und Kellergeschoss standen als Lager- bzw. Werkstattfläche zur Verfügung. Die Stadt Grossröhrsdorf mit dem heutigen Ortsteil Kleinröhrsdorf war Zentrum der Textilproduktion mit Spezialisierung auf Gurt- und Bandweberei. Aus den im häuslichen Nebenerwerb betriebenen Kleinst- und Manufakturbetrieben entwickelten sich in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts Fabriken und Industrieunternehmen. Das Fabrikgebäude in Kleinröhrsdorf zählte zu den kleineren Fabriken. Es wurde 1893 durch S.E. Schöne als Betriebserweiterung einer bereits im benachbarten Wohnhaus betriebenen Manufaktur erbaut. Ab 1960 wurde die Firma unter staatliche Beteiligung gestellt, 1972 vollständig enteignet und später in den VEB Bandtex Pulsnitz eingegliedert. Nach mehrjährigem Leerstand ist das Gebäude bis 1997 von einem Karosseriebetrieb genutzt und teilweise umgebaut worden.
BÜRO UND ATELIER IN LEIPZIG Seit 2023 wird das Büro in Leipzig betrieben. Zunächst als zusätzlicher Standort für die Betreuung der Restaurierungsprojekte in Thüringen und Sachsen-Anhalt eingerichtet, erfolgte 2025 der vollständige Umzug nach Leipzig und die Auflösung des Standorts in Großröhrsdorf. Hier werden weiterhin Restaurierungs- und Denkmalpflegeprojekte bearbeitet. Der Schwerpunkt hat sich auf Befundungen, Denkmalpflege- und Restaurierungskonzeptionen, Mustererstellung, Fachplanungsleistungen und Ausführungsbetreuung verlagert. Der Stadtteil Plagwitz im Stadtbezirk Südwest gehört zu den Zentren der Kultur- und Kreativwirtschaft in Leipzig. Die seit Mitte des 19. Jahrhunderts stark zunehmende Industrialisierung ist in den stadtbildprägenden Industrie- und gründerzeitlichen Wohnbauten heute noch nachvollziehbar. Der Leipziger Westen galt bis 1989 als der dichtbesiedeltste Industriestandort Europas. Auf die politische Wende 1989 und der Wiedervereinigung 1990 folgte die schlagartige Deindustrialisierung. Durch kreative Akteure sowie städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen hat sich Plagwitz zu einem lebenswerten urbanen Raum entwickelt, der mit markanten Gewässern, wie den gefassten Flusslauf der Weißen Elster und den Karl-Heine-Kanal gleichfalls malerische Ecken zu bieten hat.
Büroarbeitsplatz mit Blick aus dem Fenster ehemaliges Werkstattgebäude in Großröhrsdorf Blick in die Landschaft aus dem Atelier in Großröhrsdorf
HISTORIE

Grossröhrsdorf (1997 - 2025)

Uwe Rähmer

Diplom-Restaurator(FH) M. Sc. (Denkmalpflege/ Stadtentwicklung)
Zeichnung mit Szenerie einer Hofansicht im Holländerviertel in Potsdam historisches Foto aus der Potsdamer Innenstadt mit eingestürztem Haus
Das Unternehmen wurde 1991 unmittelbar nach dem erfolgreichen Abschluss als Restaurator für Wandmalerei und Architekturfassungen in Potsdam gegründet und war bis 1997 dort ansässig. Das Büro, ein Gemeinschaftsbüro mit Berufskollegen, befand sich im Hofgebäude der Jägerstraße 39 in der II. barocken Stadterweiterung. Der Arbeitsschwerpunkt lag in Potsdam, Berlin und Sachsen-Anhalt. Die historische Innenstadt von Potsdam mit der II. barocken Stadterweiterung und dem Holländischen Viertel wurde in den späten 1980er Jahren zum Gegenstand leidenschaftlichen bürgerschaftlichen Engagements. Im Sanierungs- und Wohnungsbauprogramm war für die denkmalgeschützten, jedoch überwiegend schadhaften bis ruinösen historischen Gebäude großflächiger Ersatzneubau mit seriellen Plattenbautypen vorgesehen und in Teilbereichen bereits verwirklicht. Der Widerstand in Teilen der Bevölkerung formierte sich unter anderem in der Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz und Stadtgestaltung Potsdam e.V. (ARGUS), in der sich Studierende des Potsdamer Restaurierungsstudiengangs ebenfalls engagierten. Der als „Wende“ bezeichnete Umschwung der politischen Verhältnisse in der ehemaligen DDR, der in die Selbstauflösung des Staatsgebildes und seiner Eingliederung in die Bundesrepublik Deutschland führte, eröffnete einen unübertroffenen Erfahrungshorizont für Selbstermächtigung, Selbstwirksamkeit, Scheitern und Gelingen bei gesellschaftsrelevanten Gestaltungsabsichten.
Potsdam (1991 - 1997)
2025 vollständiger Umzug nach Leipzig, Auflösung der Werkstatt in Großröhrsdorf 2023 Eröffnung des Büros in Leipzig 2008 - 2010 postgraduales Masterstudium Denkmalpflege und Stadtentwicklung an der TU Dresden - Fakultät Architektur (Prof. Jürg Sulzer, Dr. Ingrid Scheurmann), Abschluss als Master of Science (M.Sc. Denkmalpflege/ Stadtentwicklung) 2006 - 2009 Initiation und Entwicklung der Datenbankanwendung "dored-Dokumentationssystem für Restauratoren und Denkmalpfleger", Gemeinschaftsprojekt mit duplex GmbH Dresden und IBIGG 1997 Umzug, Wohn- und Arbeitsort in Kleinröhrsdorf (Stadt Großröhrsdorf) seit 1991 freiberufliche Tätigkeit als Restaurator 1988 - 91 Studium Restaurierung von Wandmalerei und Architekturfassungen an der Fachschule Potsdam 1987-88 studienvorbereitendes Praktikum in Weimar: Mitarbeit bei der Restaurierung des Festsaales im Wittumspalais 1983-87 Ausbildung zum Tischler, Abitur, praktische Ausbildung und Arbeit als Drechsler
Porträtfoto von Uwe Rähmer
BÜRO UND ATELIER IN LEIPZIG Seit 2023 wird das Büro in Leipzig betrieben. Zunächst als zusätzlicher Standort für die Betreuung der Restaurierungsprojekte in Thüringen und Sachsen-Anhalt eingerichtet, erfolgte 2025 der vollständige Umzug nach Leipzig und die Auflösung des Standorts in Großröhrsdorf. Hier werden weiterhin Restaurierungs- und Denkmalpflegeprojekte bearbeitet. Der Schwerpunkt hat sich auf Befundungen, Denkmalpflege- und Restaurierungskonzeptionen, Mustererstellung, Fachplanungsleistungen und Ausführungsbetreuung verlagert. Der Stadtteil Plagwitz im Stadtbezirk Südwest gehört zu den Zentren der Kultur- und Kreativwirtschaft in Leipzig. Die seit Mitte des 19. Jahrhunderts stark zunehmende Industrialisierung ist in den stadtbildprägenden Industrie- und gründerzeitlichen Wohnbauten heute noch nachvollziehbar. Der Leipziger Westen galt bis 1989 als der dichtbesiedeltste Industriestandort Europas. Auf die politische Wende 1989 und der Wiedervereinigung 1990 folgte die schlagartige Deindustrialisierung. Durch kreative Akteure sowie städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen hat sich Plagwitz zu einem lebenswerten urbanen Raum entwickelt, der mit markanten Gewässern, wie den gefassten Flusslauf der Weißen Elster und den Karl-Heine-Kanal gleichfalls malerische Ecken zu bieten hat.
Büroarbeitsplatz mit Blick aus dem Fenster
Von 1997 bis 2025 lag der Wohn- und Unternehmenssitz in einem ehemaligen Bandwebereianwesen in der Nähe von Dresden. Im Fabrikgebäude wurden die Räume im Obergeschoss als Büro- und Atelierräume, der ehemalige Websaal im Erdgeschoss als Werkstattraum genutzt. Dach- und Kellergeschoss standen als Lager- bzw. Werkstattfläche zur Verfügung. Die Stadt Grossröhrsdorf mit dem heutigen Ortsteil Kleinröhrsdorf war Zentrum der Textilproduktion mit Spezialisierung auf Gurt- und Bandweberei. Aus den im häuslichen Nebenerwerb betriebenen Kleinst- und Manufakturbetrieben entwickelten sich in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts Fabriken und Industrieunternehmen. Das Fabrikgebäude in Kleinröhrsdorf zählte zu den kleineren Fabriken. Es wurde 1893 durch S.E. Schöne als Betriebserweiterung einer bereits im benachbarten Wohnhaus betriebenen Manufaktur erbaut. Ab 1960 wurde die Firma unter staatliche Beteiligung gestellt, 1972 vollständig enteignet und später in den VEB Bandtex Pulsnitz eingegliedert. Nach mehrjährigem Leerstand ist das Gebäude bis 1997 von einem Karosseriebetrieb genutzt und teilweise umgebaut worden.
ehemaliges Werkstattgebäude in Großröhrsdorf Blick in die Landschaft aus dem Atelier in Großröhrsdorf
HISTORIE
Das Unternehmen wurde 1991 unmittelbar nach dem erfolgreichen Abschluss als Restaurator für Wandmalerei und Architekturfassungen in Potsdam gegründet und war bis 1997 dort ansässig. Das Büro, ein Gemeinschaftsbüro mit Berufskollegen, befand sich im Hofgebäude der Jägerstraße 39 in der II. barocken Stadterweiterung. Der Arbeitsschwerpunkt lag in Potsdam, Berlin und Sachsen-Anhalt. Die historische Innenstadt von Potsdam mit der II. barocken Stadterweiterung und dem Holländischen Viertel wurde in den späten 1980er Jahren zum Gegenstand leidenschaftlichen bürgerschaftlichen Engagements. Im Sanierungs- und Wohnungsbauprogramm war für die denkmalgeschützten, jedoch überwiegend schadhaften bis ruinösen historischen Gebäude großflächiger Ersatzneubau mit seriellen Plattenbautypen vorgesehen und in Teilbereichen bereits verwirklicht. Der Widerstand in Teilen der Bevölkerung formierte sich unter anderem in der Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz und Stadtgestaltung Potsdam e.V. (ARGUS), in der sich Studierende des Potsdamer Restaurierungsstudiengangs ebenfalls engagierten. Der als „Wende“ bezeichnete Umschwung der politischen Verhältnisse in der ehemaligen DDR, der in die Selbstauflösung des Staatsgebildes und seiner Eingliederung in die Bundesrepublik Deutschland führte, eröffnete einen unübertroffenen Erfahrungshorizont für Selbstermächtigung, Selbstwirksamkeit, Scheitern und Gelingen bei gesellschaftsrelevanten Gestaltungsabsichten.
Zeichnung mit Szenerie einer Hofansicht im Holländerviertel in Potsdam historisches Foto aus der Potsdamer Innenstadt mit eingestürztem Haus

Grossröhrsdorf (1997 - 2025)

Uwe Rähmer

Diplom-Restaurator(FH) M. Sc. (Denkmalpflege/ Stadtentwicklung)
Potsdam (1991 - 1997)