Burg Ranis, Torhaus

um 1200, 1492, 1550, 1571, 1648 ff., Wehranlage und Wohngebäude 2018 - 2020: Raumbuchdokumentation, Befundungen, Konzepte seit 2023: restauratorische Fachplanung und Beratung, Begleitung der Ausführung und begleitende Befundung Die Burg 1199 erstmals als castrum erwähnt. Nach mehreren Besitzerwechseln gelangte sie 1465 in den Besitz derer von Brandenstein, von 1571 bis 1942 war sie im Besitz der Familie Breitenbuch [Breitenbauch]. 1994 übernahm die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten die Anlage. Burg Ranis stand bislang nicht im Zentrum der Burgenforschung und umso weniger Beachtung wurde dem Torhaus geschenkt. In Vorbereitung der notwendigen Sicherungs- und Sanierungsarbeiten für Dach und Fassade konnten seit 2018 mit Bauforschung, restauratorischer Befundung, systematischer Baufreimachung die Kenntnislücken in erheblichem Umfang verringert werden. Befunde zu Ausmalungen, gestalteten Farbfassungen und hochwertigen Ausstattungen, wie einem Fußboden aus Alabasterplatten, belegen eindrucksvoll die repräsentative Wohnnutzung von wesentlichen Teilen des Torhauses im 16. und 17. Jahrhundert. Dank der gründlichen interdisziplinären Auswertung von Proben und Befunderkenntnissen war es möglich, wesentliche Teile des Fassadenputzes als renaissancezeitliche Überlieferung eines Dolomitkalkmörtels zu identifizieren. Das Vorhaben zeigt in eindrucksvoller Weise, welche unerwartete Fülle an bauhistorischen Informationen aus dem überlieferten Bestand ablesbar ist, welche nur andeutungsweise erschlossenen Ausgestaltungen Jahrhunderte überdauert haben und welche sanierungstechnischen und konservatorischen Herausforderungen auf engstem Raum versammelt sein können. Umso entscheidender ist das reibungslose Zusammenwirken von ausführenden Gewerken, Planern, Bauherrn und Genehmigungsbehörden.

Burg Ranis, Torhaus

um 1200, 1492, 1550, 1571, 1648 ff., Wehranlage und Wohngebäude 2018 - 2020: Raumbuchdokumentation, Befundungen, Konzepte seit 2023: restauratorische Fachplanung und Beratung, Begleitung der Ausführung und begleitende Befundung Die Burg 1199 erstmals als castrum erwähnt. Nach mehreren Besitzerwechseln gelangte sie 1465 in den Besitz derer von Brandenstein, von 1571 bis 1942 war sie im Besitz der Familie Breitenbuch [Breitenbauch]. 1994 übernahm die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten die Anlage. Burg Ranis stand bislang nicht im Zentrum der Burgenforschung und umso weniger Beachtung wurde dem Torhaus geschenkt. In Vorbereitung der notwendigen Sicherungs- und Sanierungsarbeiten für Dach und Fassade konnten seit 2018 mit Bauforschung, restauratorischer Befundung, systematischer Baufreimachung die Kenntnislücken in erheblichem Umfang verringert werden. Befunde zu Ausmalungen, gestalteten Farbfassungen und hochwertigen Ausstattungen, wie einem Fußboden aus Alabasterplatten, belegen eindrucksvoll die repräsentative Wohnnutzung von wesentlichen Teilen des Torhauses im 16. und 17. Jahrhundert. Dank der gründlichen interdisziplinären Auswertung von Proben und Befunderkenntnissen war es möglich, wesentliche Teile des Fassadenputzes als renaissancezeitliche Überlieferung eines Dolomitkalkmörtels zu identifizieren. Das Vorhaben zeigt in eindrucksvoller Weise, welche unerwartete Fülle an bauhistorischen Informationen aus dem überlieferten Bestand ablesbar ist, welche nur andeutungsweise erschlossenen Ausgestaltungen Jahrhunderte überdauert haben und welche sanierungstechnischen und konservatorischen Herausforderungen auf engstem Raum versammelt sein können. Umso entscheidender ist das reibungslose Zusammenwirken von ausführenden Gewerken, Planern, Bauherrn und Genehmigungsbehörden.